Redfire dicht dran

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30.07.2011, 23:21:10

Tom Toe

Ich hatte vorhin den Fotoaparat in der Hand und versuchte mal wieder irgendetwas im Aquarium zu fotografieren. Es gelang so gar.

Gruß,
Thomas

PS: Panasonic DMC-TZ5
30.07.2011, 23:29:29

unbekannt

Hallo Thomas,

das sind klasse Bilder und hübsche Tiere. Also besonders das erste und dritte Foto sind einfach toll. Verate uns doch bitte, wie Du sie gemacht hast (Kameraeinstellungen für die "Belichtung" etc.). Vielen Dank.
31.07.2011, 04:00:52

Tom Toe

Hallo Joachim,

der Fotoapparat hat im Wählschalter eine Option "iA", das bedeutet "intelligente Automatik". Vor dem Auslösen muß ich diese "Intelligenz" wegen der Glasscheibe zwischen Objekt und Objektiv irgendwie überlisten, so daß sie als nicht vorhanden angesehen wird und der Blitz sich nicht auf dem Objekt spiegelt. Fotos vom Aquariuminnenleben gelingen mir deshalb selten. Das AQ habe ich aber neu aufgestellt, so daß die Scheiben noch sehr klar sind.
Die Belichtungszeit beim ersten Foto ist 1/30 Sekunde, ISO-Empfindlichkeit 100, Brennweite 4,7 und maximaler Blendenwert 3,44. Wie gesagt, alles automatisch.

Ich hantiere mit diesem Fotoapparat seit drei Jahre täglich, ursprünglich für die Arbeit (Artikelfotos für Onlineplattformen), so daß ich inzwischen auf zigtausend Fotos gekommen bin. Da bekommt man etwas Routine, was das Handling angeht.

Mein Digitalfotoapparat muß vor allem eine gute Makrofunktion haben, für den privaten Gebrauch. Vorher, und zwischenzeitlich manchmal auch noch, fotografierte ich mit einer Fuji FinePix E510, die ist zwar umständlicher, hat aber eine bessere Makrofunktion. Bilder von diesem Apparat hänge ich mal unten an. Die Echse ist im Leipziger Zoo aufgenommen worden, die Insekten im Garten (Käfer und Wespenspinne) und auf Kreta (Zikade). Auch diese Bilder sind mit Automatik gemacht worden, quasi draufhalten, Bildausschnitt auf dem Suchermonitor begutachten und auslösen.

Gruß,
Thomas
31.07.2011, 07:32:34

unbekannt

Hallo Thomas,

wow, nochmal so gute Fotos. Ich sehe, Du hast mit Makro-Aufnahmen viel Erfahrung. Da hierbei die Tiefenschärfe (Schärfentiefe?) das Thema ist und man, zumindest bei manchen Fotoapparaten, nur durch manuelles vor- / zurückgehen im Millimeter-Bereich das (am) Objekt scharf aufs Bild bekommt, was in diesen millimeterkurzen Bereich paßt, ist das eine Kunst, kann man wirklich sagen. Habe selbst viele Jahre Makros gemacht, hatte mal eine Nikon FM-2 mit 200mmm Makro, Ringblitz usw. - heute nenne ich mich einen Esel, daß ich die verkauft habe. Aber aus jener Zeit weiß ich, worum es geht und was es bedeutet, solche Bilder hin zu bekommen.

Welche Kamera, außer der Fuji, nimmst Du denn? Und habe ich das richtig verstanden, die Fokusierung nimmt die automatisch vor?

Die Zikade zeigt an den Flügeln und auch am Körper eine Schärfe, die einfach sagenhaft ist. Auf den Fingerkuppen der Person, die das Tier hält, kann man sogar noch die Hautlinien sehen. Auch das Reptilienfoto zeigt genau dort, wo es drauf an kommt, Schärfe und Farbnuancierung. Den Bockkäfer hast Du super getroffen, er ist so schon frei gestellt, da muß man nicht mehr nacharbeiten. Und die Spinne ist ebenfalls super. Bei der erstaunt mich, daß sie in Deinem Garten zu finden ist, denn ich kenne die (Verbreitungsgrenze) sonst nur aus Südeuropa.
31.07.2011, 09:33:33

Tom Toe

Hallo Joachim,

die obere Fotoreihe (Garnelen) sind mit der Panasonic gemacht worden, die untere mit der Fuji. Mit der Fujy kann ich bis auf 1,5 cm an das Objekt herangehen, dann sieht man jedes Staubkorn. Die Panasonic macht bei unter 4 cm wieder schlapp.

Ja, es geht alles automatisch. Den zu fotografierenden Bereich auswählen, den Auslöser halb herunterdrücken - es wird berechnet und fokussiert - dann den Auslöser ganz drücken.

In den 90ern hatte ich Spiegelreflexkameras mit allen möglichen Objektiven, Umkehrringe für die Makroaufnahmen und diverse Filter. Das größte Objektiv war ein 500er, etwa genau so lang, mit fast 15 cm Durchmesser und rund 5 Kilo Gewicht. Unten dran das Stativ geschraubt, das sah dann aus, als springe jemand von der Presse über Äcker und durch Wälder - ich hatte ausschließlich Naturaufnahmen gemacht. Die Fotos sind natürlich ebenfalls spektakulär geworden, aber das alles war mir erstens zu umständlich und zweitens ist die Zeit der Papierfotos mit einem mal vorbei gewesen.

Bleiben wir bei sich bewegende Objekte, also den Tieraufnahmen, so beobachte ich oft Menschen mit kiloschweren "Fotokanonen" vor der Brust, die in aller Ruhe ihre Kameras einstellen (müssen), ein Foto machen und dann weiterziehen. In dieser Zeit habe ich ganze Fotoserien geknipst und trage nur einige Gramm an der Armschlaufe.
Ich durfte/mußte auch mal einen meiner ehemaligen Chefs mit seiner digitalen Spiegelreflexkamera portraitieren. Man, war der Stolz auf das Teil, zeigt mir alle seine Funktionen und meinte, die war nicht billig. Nun gut, nach Auswertung der Fotos gab er mir eine kleine Kompaktkamera, um die Fotoserie zu wiederholen. Qualitativ gab es kaum Unterschiede, die kleine machte so gar bessere Fotos, so daß ich, obwohl schon oft damit liebäugelte, von teuren Spiegelreflexkameras künftig absehen werde.

Allerdings sollte ich noch erwähnen, daß meine beiden Fotoapparate nicht die billigsten waren. Dessen Preise bewegten sich auch zwischen 300 und 400 EUR.

Gruß,
Thomas

PS: Eine große Libelle bei uns im Garten. Es kommt bei der Qualität der Fotos vor allem aber auch auf die gegebenen Lichtverhältnisse und die Bewegung des Fotoobjektes an, sei es die Eigenbewegung oder durch Wind. Zum Schluß sieht man auch erst auf dem Bildschirm, wie die Bilder geworden sind.
31.07.2011, 15:25:23

ecipower

Hallo Thomas,

Klasse Bilder. Und man sieht daran, das auch ein Leihe mit einer relativ einfachen Kamera, doch sehr gute Ergebnisse liefern kann.
Alles ein Frage der Geduld und wie intensiv man sich mit der Materie auseinander setzt.
Versuch und Irrtum und das unendliche Male führen zu der nötigen Erfahrung.
01.08.2011, 10:38:28

unbekannt

Hallo Thomas,

wirklich tolle Fotos. Wenn ich mich richtig erinnere, dürfte das ein Weibchen der Plattbauch-Libelle, Libellula depressa, sein, deren Männchen eine hellblaue Körperoberseite haben. Das sind sehr selten gewordene Tiere und herrlich anzusehen. Über die Flugkünste von Libellen brauchen wir sicher nicht reden, die kennst Du. Wäre froh, ich hätte meine Bilder noch.
 
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