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Thema: Verfahren: Düngung Bei Fe-Rücklösung (http://m.naturaquaristik-live.de/topic.php?id=4376)


Geschrieben von: Der_Lurchi am: 17.10.2011, 22:27:30
Hallo,
Zitat:
Oder irgendwie kommt Phosphat ins Becken, bindet das Eisen und gibt es irgendwann wieder ab...

Also z.b. bei dem TPN+ (Tropica) den ich derweil verwende (stark stabilisiert), keine Ahnung aber ich glaub der führt gradmal 0.07-0.1mg/L Eisen (pro Woche) hinzu. Im Vergleich zu manch anderen Düngern ist das wenig und die Sache ist im Grunde einfach: Wenn nur geringe Mengen Eisen zugeführt werden, können selbst im ungünstigsten Fall auch nur entsprechend geringe Mengen Eisen ausfallen. wink2
Wobei das aber auch nicht einfach automatisch ausfällt nur weil Phosphat vorhanden ist, denn o.g. Tropicadünger enthält neben Eisen ja auch Nitrat+ Phosphat. (der Hersteller würde das nicht alles in eine Flasche tuen, wenn das nicht funktionieren würde)
Nur wie auch immer, bei schwach stabilisierten Düngern muß man dahingehend meist ein vielfaches mehr an Eisen zudüngen (weil es eben nicht so lange pflanzenverfügbar in der Wassersäule bleibt)

Mit dem Ferrdrakon hab ich jetzt nicht so die Erfahrungswerte, aber soweit man hört scheint das aber auch ein eher stärker stabilisierter Dünger zu sein und das sollte dann auch nicht in rauen Mengen ausfallen. Aber im Zweifelfall, sonst einfach im Supportforum des Herstellers fragen.

grüße olaf


Geschrieben von: Haeck am: 17.10.2011, 23:11:52
Zitat von Der_Lurchi :

...Vom Dünger "sollte" es bei sachgemäßer Anwendung normallerweise nicht sein in so kurzer Zeit. Denn geht man davon aus das sich in dem Becken wüchsige Pflanzen befinden, dann wird die Dosiermenge (die Drak vorsieht) gewiß auch verbraucht. (es sei denn du hättest um ein vielfaches mehr gedüngt als die Pflanzen benötigen)


Das ist eben das Kuriose. Die Anwendung von Ferrdrakon gibt eine Dosierung von 10ml auf 100L an.
Ich habe nach dem letzten Wasserwechsel die Konzentration für Eisen auf 0.05 mg/l aufgedüngt und täglich 0.12 ml Ferrdrakon und 0.16 ml Ferrdrakon K hinzugefügt. Laut Nährstoffrechner ergibt das eine täglich hinzugefügte Eisenkonzentration von 0.003 mg/l, wöchentlich 0.021 mg/l. Derart geringe Mengen können doch nicht zu einer Kumulation geführt haben ?
Obwohl, im Zulauf des Filters und in der Filterwatte waren deutlich dunkelbraune Ablagerungen sichtbar.
Macht es Sinn die Filterwatte zu entfernen, wenn sich darin vermehrt Eisen ausfällt ?

LG
André


Geschrieben von: Der_Lurchi am: 17.10.2011, 23:27:03
Hallo Andre,
das sehe ich genauso, das sich das so schnell nicht über den Dünger ansammeln sollte.
Die 0.4mg/L FE sind ja momentan noch kein Problem, sofern der Wert jetzt nicht fortwährend immer weiter und weiter nach oben krabbelt (weil ab bestimmten Dosen ist Eisen für Tiere schon schädlich)
Also, ich würde einfach mal einen WW einschieben und normal weiterdüngen und das ganze halt im Auge behalten. Falls das immer weiter steigt, ev. einfach mal die Wurzel testweise rausnehmen (ist ja der geringste Aufwand). Ggf vielleicht auch mal den Filter anders bestücken, denn u.U. hilft das vielleicht auch etwas.

Zitat:
Obwohl, im Zulauf des Filters und in der Filterwatte waren deutlich dunkelbraune Ablagerungen sichtbar.

Bist du sicher, das es Eisenausfälluingen sind?
Es könnten ja u.U. auch (abgestorbene) Kieselalgen oder sonst irgendwas sein?
grüße olaf


Geschrieben von: Haeck am: 17.10.2011, 23:51:35
Hallo Olaf,

bei dem Belag im Zulauf des Filters kann es sich natürlich auch um Diatomeen handeln. Der Befall ist erst seit 2-3 Wochen vorüber.
Ich werde den Eisenwert bis maximal 0.5 mg/l ansteigen lassen und dabei die Pflanzen beobachten. Sobald der Wert erreicht ist, werde ich grosszügig Wasserwechsel betreiben sowie deren Frequenz erhöhen. Irgendwann sollte das Eisen im Olivin ausgewaschen sein.

LG
André